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ACHTSAMKEIT MIT KINDERN: INTERVIEW MIT KAREN PROESMANS

ACHTSAMKEIT MIT KINDERN: INTERVIEW MIT KAREN PROESMANS

Portrait von Achtsamkeitslehrerin Karen Proesmans

Karen Proesmans ist Achtsamkeitslehrerin mit einem klaren Herzensanliegen: Kinder dabei zu begleiten, sich selbst als genau richtig wahrzunehmen – so wie sie sind. Ihre Arbeit ist geprägt von Wärme, Klarheit und der tiefen Überzeugung, dass eine starke innere Basis schon im Grundschulalter entstehen darf. 
Im Gespräch mit dem BiMA Magazine spricht sie über Achtsamkeit in der Grundschule, über die Kraft von Fantasiereisen – und darüber, warum Kinder heute mehr denn je lernen dürfen, einfach zu sein.



Wie bist du zur Achtsamkeitsarbeit mit Kindern gekommen – was war dein persönlicher Auslöser?

 

Ich hatte den Wunsch, mich einem echten Herzensprojekt zu widmen. Auf diesem Weg bin ich auf die Arbeit von Tina Richter und Herzsache gestoßen. Mir ist es ein tiefes Anliegen, dass Kinder wahrnehmen:

 

„Kinder sind genau richtig, so wie sie sind
und müssen nicht erst jemand werden.“

 

Durch Achtsamkeit und die bewusste Verbindung zu den eigenen Gefühlen können Kinder eine starke innere Basis entwickeln. Diese innere Stabilität unterstützt sie dabei, ihr Potenzial zu entdecken, Selbstvertrauen aufzubauen und mutig ihren eigenen Weg zu gehen. Genau auf diesem Weg möchte ich sie begleiten.

 

Was bedeutet Achtsamkeit für dich persönlich – unabhängig von deiner Arbeit an Schulen?

 

Achtsamkeit bedeutet für mich, zur Ruhe zu kommen. Meine Umwelt bewusst wahrzunehmen. Und mich mit mir selbst zu verbinden. Es ist dieser Moment des Innehaltens – bevor der Alltag wieder Fahrt aufnimmt.

 

Warum brauchen Grundschulkinder heute besonders Achtsamkeit?

 

Die Schnelligkeit unseres Alltags und der zunehmende Leistungsdruck fordern Kinder heute enorm. Hinzu kommt der hohe Medienkonsum, durch den vieles nur noch passiv erlebt wird.

 

„Achtsamkeit schenkt Kindern die Möglichkeit, einfach einmal
nichts zu tun – einfach nur zu sein.“


Achtsamkeit schenkt Kindern die Möglichkeit, sich selbst bewusst wahrzunehmen. Sie dürfen erleben, wie es sich anfühlt, einfach einmal nichts zu tun – einfach nur zu sein.
Und genau darin liegt eine große Kraft für ihre emotionale Entwicklung.

 

Wie sieht eine „Lieblingsfach“-Stunde bei dir aus?

 

Der Achtsamkeitskurs ist für die Kinder ein besonderer Raum. Ein Raum, in dem sie sie selbst sein dürfen.
Gemeinsam etablieren wir Rituale, erforschen Gefühle und entdecken innere Stärken. Mit einer Mischung aus Fantasiereisen, Meditationen, Bewegung und kreativen Übungen lernen die Kinder spielerisch, achtsam mit sich selbst und ihrer Umwelt umzugehen.
Sie entspannen sich. Sie kommen bei sich an.
Und das Allerwichtigste: Wir entdecken gemeinsam unsere magischen Zauberkräfte.

 

Fantasiereise in den Zauberwald – Achtsamkeit mit BiMA

 

Für eine Unterrichtsstunde mit dem BiMA hat Karen eine Fantasiereise in den Zauberwald entwickelt.

 

Was war dein erster Eindruck, als du den BiMA zum ersten Mal angemacht hast?

 

Der BiMA hat mir sofort ein Gefühl der Entschleunigung vermittelt. Die sanfte Bewegung der Lichtwelt wirkte sehr erdend auf mich. Ich konnte unmittelbar in meine eigene Fantasiewelt eintauchen.

 

Und was hast du bei den Kindern beobachtet, als die Lichtwelt anging?

 

Ruhe. Konzentration. Faszination.

 

Was hat sich durch die visuelle Unterstützung im Raum verändert?

 

Mein Eindruck war, dass die Kinder ihren Fokus deutlich besser halten konnten. Sie waren weniger durch äußere Einflüsse wie Geräusche oder Bewegungen anderer abgelenkt.
Die visuelle Unterstützung hat die Tiefe der Fantasiereise verstärkt und die Aufmerksamkeit gebündelt.

 

Was sagten die Kinder nach der Stunde?

 

Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Viele erzählten, dass die Lichtwelt sie entspannt habe. Einige sagten sogar, sie hätten noch lange daliegen und den Zauberwald weiter betrachten können.

 

Gab es einen Moment, der dich besonders berührt hat?

 

Ich habe eine sehr schöne Energie im Raum wahrgenommen.
Das war für mich ein besonderer Moment.

 

Wenn jedes Kind langfristig etwas aus deinen Stunden mitnehmen soll – was wünschst du dir?

 

Ich wünsche mir, dass jedes Kind sich so annehmen kann, wie es ist.
Dass es sich dabei genau richtig fühlt.
Und dass es lernt, sich selbst zu vertrauen.

 

Und unsere letzte Frage: In welche Welt würdest du dich gern einmal „wegbimän“?

 

In den Dschungel.

 

Danke, liebe Karen!

T

Tine von BiMA

BiMA Team

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