MAPA HEYFAM x BiMA: Wie Noura Jeridi Kinder und Familien stärken möchte
Wie können wir Kinder und Familien im Alltag stärken – und ihnen einen Ort geben, an dem Gefühle, Bedürfnisse und Fragen Platz haben? Mit dieser Vision hat Noura Jeridi MAPA HEYFAM gegründet. Als Kindheitspädagogin möchte sie Familien nicht erst dann begleiten, wenn Herausforderungen groß geworden sind, sondern ihnen frühzeitig Raum für Austausch, Selbstwahrnehmung und gemeinsames Wachstum geben.
Mit MAPA HEYFAM entsteht ein Ort, an dem Kinder und Eltern gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. BiMA möchte Noura künftig in ihren Gruppen, bei Geschichten und Traumreisen sowie in der Familienberatung einsetzen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was sie antreibt, welche Rolle bewusste Mediennutzung spielt und welches Potenzial sie in immersiven Bildwelten für Familien sieht.
Liebe Noura, erzähl uns ein bisschen von dir: Wer bist du und was machst du mit MAPA HEYFAM?
Ich bin Noura, 26 Jahre jung, in Stuttgart und Ludwigsburg aufgewachsen und heute als Kindheitspädagogin Gründerin und Geschäftsführerin von MAPA HEYFAM. MAPA HEYFAM ist ein Ort für die ganze Familie. Unsere Mission ist es, Leichtigkeit, Selbstsicherheit und ein gesundes Maß an Selbstliebe in die Familien zu bringen. Wir wollen dafür sorgen, dass sich jede und jeder in der eigenen Haut und mit den Menschen um sich herum wohlfühlt und das Leben in vollen Zügen genießen kann.
Wie ist die Idee zu MAPA HEYFAM entstanden? Was möchtest du mit deiner Arbeit verändern?
Während meines Studiums war mir klar, dass ich etwas in der Familienbetreuung verändern möchte. Ich wollte meine Idee von Familienunterstützung so umsetzen, wie ich sie für tatsächlich sinnvoll halte. Zuerst dachte ich daran, eine Kita zu eröffnen. Doch mir wurde schnell klar, dass ich dem Bedarf an Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstseinsstärkung einen anderen Raum geben möchte. So entstand MAPA HEYFAM schon 2022 in meinem Kopf – und heute, 2026, ist die Idee zu einer GmbH geworden.
MAPA HEYFAM möchte ein unverzichtbarer Ort neben Schule und Kita werden, damit es normal wird, über die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Gedanken zu sprechen – und zwar nicht erst, wenn es „zu spät“ ist. Bei MAPA HEYFAM gibt es keine „Problemkinder“. Es gibt immer einen anderen Weg. Wir wollen Familien dabei unterstützen und begleiten, Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Wege für sich selbst und ihre Kinder zu finden.
Was fehlt Familien aus deiner Sicht heute besonders häufig?
In der Kita oder Grundschule fehlt oft der Platz für die kleinen Fragen, die im Familienalltag hochkommen. Bei MAPA HEYFAM geht es genau darum: um alles, was dich in deinem Familienleben beschäftigt. Niemand sollte sich damit allein fühlen, kleine Menschen großzuziehen und sich gleichzeitig liebevoll auf sich selbst und die Partnerin oder den Partner zu konzentrieren. Wir bringen eine Außenperspektive dazu und machen so aus Schwachstellen Stärken.
Was ich in meinem Alltag häufig beobachte, ist eine Art Performance-Stress. Eltern wollen meistens das Beste für ihre Kinder, vergessen dabei aber oft sich selbst und stellen ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. Das möchte ich durch meine Bewusstseinsarbeit bei MAPA HEYFAM verändern und präventiv angehen.
MAPA HEYFAM soll langfristig viel mehr sein als eine Kinderbetreuung oder Beratungsstelle. Was steckt hinter deiner Vision?
Das MAPA HEYFAM CENTER soll so bald wie möglich ein Ort werden, an dem sich Familien willkommen fühlen, zur Ruhe kommen, gemeinsam wachsen und wertvolle Zeit miteinander verbringen können. Geplant ist ein öffentliches Familiencafé mit kostenlosen Bastelangeboten, ergänzt durch einen kleinen Retail-Shop mit sorgfältig ausgewählten Produkten für die ganze Familie. Unsere MAPA EXPLORER Gruppen sollen langfristig um einen eigenen Garten und verschiedene Kreativräume erweitert werden. Dazu kommen sollen besondere Familienevents, Kindergeburtstage, Workshops und weitere Angebote für Kinder, Eltern und die ganze Familie.
Meine Vision ist es, all diese Möglichkeiten unter einem Dach zu vereinen: dem Dach von MAPA HEYFAM. Ein Ort, der Begegnung ermöglicht, Gemeinschaft stärkt und Familien einen Raum schenkt, in dem sie sich wohlfühlen, entfalten und miteinander wachsen können.
Du begleitest bereits sehr junge Kinder und ihre Eltern. Was ist dir in dieser frühen Phase besonders wichtig?
Im ersten Lebensjahr entwickeln sich das Sicherheitsgefühl und das Explorationsgefühl, also die Neugier, nahezu gleichzeitig. Angst und Neugier gehen Hand in Hand. Mir ist besonders wichtig, dass eine frisch gegründete Familie mehr Sicherheit als Angst fühlt. Die Eltern müssen sich sicher fühlen, damit es auch ihre Kinder fühlen können und so möglichst sorglos unsere Welt erkunden können. Für mich ist es essenziell, Eltern zu vermitteln, dass sie die ersten Wegbegleiter ihres Kindes sind. Sie müssen ihr Kind den Weg meistens selbst gehen lassen – und dabei ihren eigenen Weg nicht vergessen.
Warum ist es dir so wichtig, bei der Begleitung nicht nur das Kind, sondern die ganze Familie in den Blick zu nehmen?
Die Eltern sind der Kern der Familie. Wenn sie selbst noch mit inneren Kämpfen und zu wenig Beziehung, Sicherheit, gemeinsamem Erleben und Austausch zu tun haben, können Stress, schwierige Erziehungsmaßnahmen, Einschränkungen und Disharmonie entstehen. Mit der Elternarbeit möchte ich einen wirklich wertvollen Raum für bedingungslosen Austausch schaffen. Die Eltern müssen sie selbst sein können – und das auf ihre schönste Art und Weise, damit auch ihre Kinder das liebevoll erleben dürfen und einfach sie selbst sein können. Beziehung, Sicherheit, gemeinsames Erleben und Austausch sind für heranwachsende Menschen essenziell wichtig, aber genauso für jeden Erwachsenen. Sie verbinden uns miteinander auf der Ebene des Urvertrauens.

Du hast BiMA kennengelernt und möchtest es bei MAPA HEYFAM einsetzen. Was hat dich daran angesprochen?
BiMA hat mich sofort angesprochen, weil mich die Idee eines kindgerechten Projektors direkt begeistert hat. Als ich ihn zum ersten Mal benutzt habe, war mir klar, wie viel Freude die Kinder daran haben werden. Denn er hat selbst mich direkt 30 Minuten lang kreativ werden und entspannen lassen. Ein Produkt, das aussieht, als wäre es für Kinder, aber eigentlich die ganze Familie bereichert. Ich dachte mir, dass es wirklich eine super Erfindung ist.
Wie möchtest du BiMA konkret in deinen Gruppen und deiner Beratung einsetzen?
BiMA wird immer dann eingesetzt, wenn ich ihn brauche. Zum Beispiel beim Erzählen meiner Geschichten – etwa einer Traumreise über Gefühle bis zum inneren Kern des Herzens. Auch bei unseren Klangschalen-Bädern zur Entspannung der erwachsenen Teilnehmenden oder in der Familienberatung, wenn alle einfach einmal gemeinsam durchatmen müssen, kann ich ihn mir gut vorstellen. Für mich gibt es nahezu unendliche Anwendungsmöglichkeiten mit BiMA, weil er den Fokus beruhigt und Raum zum Zuhören schafft.
Welchen Wert siehst du in immersiven Bildwelten für Kinder und Familien?
Die Möglichkeiten von BiMA bei MAPA HEYFAM sind groß. BiMA entspannt nicht nur, es lässt einen genießen und beschäftigt das Gehirn auf sehr angenehme Weise. Die Angebote sind breit gefächert: ob als Traumreise, passend zum Thema des Tages oder als angenehmes Bild zur Ruhezeit. BiMA lässt Wahrnehmung, Sprache, Aufmerksamkeitsspanne und gemeinsames Erleben auf unterschiedliche Art miteinander verbinden. BiMA zeigt ein Bild, das sich langsam bewegt – ohne ständig wechselnde Bilder, laute Geräusche oder grelle Lichter. So lädt BiMA zum gemeinsamen Beobachten ein. Das macht BiMA anders: Ihr entschleunigt den Alltag und lasst Familien wieder gemeinsam kreativ denken, zur Ruhe kommen und genießen.
Was bedeutet für dich gute Mediennutzung im Familienalltag?
Gute Mediennutzung ist heutzutage wichtiger denn je. Aus meiner Sicht besteht die Aufgabe darin, Kinder bewusst an den technischen Fortschritt heranzuführen und sie über die Fähigkeiten, Vorteile und Gefahren aufzuklären. Kinder sollten Spiel und Genuss hauptsächlich im echten Leben erfahren und keinen Bildschirm als tägliche Routine zum Beruhigen haben. Einen Film anzuschauen oder ab und zu eine Serie zu schauen, wenn es gerade passt, finde ich völlig in Ordnung. Aber das tägliche Beruhigen durch den Bildschirm ist für mich ein No-Go.
Technik ist ein gutes Werkzeug, das uns heutzutage vieles erleichtert. Sie sollte allerdings niemals als Belohnung oder Druckmittel genutzt oder als etwas ausschließlich Gefährliches dargestellt werden. Sie sollte ganz selbstverständlich ins Leben des Kindes integriert sein und nicht als etwas Besonderes inszeniert werden. Medien wie Bücher, BiMA und Audio-Hörbücher funktionieren ohne Bildschirm und ermöglichen es Kindern, ihre eigene Fantasie zu erkunden. Das eigene Vorstellen und aktive Entwickeln von Gedanken darf geübt werden, wenn wir uns eine Zukunft mit intelligenten, selbstständig denkenden und kreativ gestaltenden Menschen wünschen.
Was motiviert dich, MAPA HEYFAM jeden Tag weiter aufzubauen?
Es gab sehr viele prägende Momente, die mir in meinem Arbeitsleben klar den Weg gezeigt haben. Für mich ist es immer der Moment, in dem sich ein Elternteil freiwillig über meine Arbeit äußert und sich für das bedankt, was ich gemeinsam mit ihnen erschaffen habe. Dabei spüre ich eine tiefe Dankbarkeit. Ein Gefühl, das mir zeigt, dass das, was ich die ganze Zeit geplant habe, tatsächlich Frieden, Zufriedenheit, Selbstliebe und Gemeinschaft zurück nach Hause bringt. Das motiviert mich, jeden Tag weiterzumachen.
Vielen Dank, liebe Noura, für deine Einblicke und dafür, dass du deine Vision mit uns geteilt hast! Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie BiMA bei MAPA HEYFAM Teil gemeinsamer Geschichten, kreativer Momente und wertvoller Begegnungen wird.
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